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Fachverband BIM im Fertigteilbau

Die neue Fachgruppe im Bundesverband Bausysteme e.V.

Die Fachgruppe BIM im Fertigteilbau (Building Information Modeling; im deutschen etwa: Gebäudedaten-Modellierung) wurde nach ca. einem Jahr Vorbereitung bei einem Workshop am 18. Mai 2010 im Hause der SAA Software Engineering GmbH in Wien/Österreich gegründet.

Ziel der Fachgruppe ist die Übertragung der Daten zwischen den am Bau Beteiligten neu, einfacher und verlustfreier zu gestalten.

Derzeit werden Schnittstellen verwendet, die zum Teil nicht mehr dafür ausgelegt sind, die generierte Datenfülle moderner CAD-Anlagen aus der Architektur, ergänzt um die Daten der statischen Berechnung und der Bauphysik verlustfrei ins Herstellerwerk wie z.B. einem Betonfertigteilwerk zu übertragen. Häufig treten schon Schwierigkeiten bei der Übertragung vom Architekten zum Statiker oder Haustechnikplaner auf, so dass die bereits digitalen Daten von den jeweiligen Büros noch einmal manuell in ihre Systeme eingegeben werden müssen. Die aktuell im Fertigteilbau verwendeten Schnittstellen und deren Varianten (ca. 40-50) wurden nicht für einen durchgängigen Planungs-, Produktions- und Montageprozess vorgesehen und sind nur ansatzweise dafür ausgelegt, die heute benötigten, echten 3D-Gebäude- und -Fertigteildaten verlustfrei und effektiv zu übertragen. Eine Einbindung externer Prozesse, wie Kalkulation, Einbauteil-Katalogisierung und Qualitätssicherung ist derzeit in diesen Datensystemen noch nicht möglich.

In einem ersten Schritt werden die Anforderungsprofile der am Bau Beteiligten erfasst, ausgewertet und in einem Anforderungskatalog zusammengefasst. Weitere Schritte beinhalten eine Struktur zu schaffen, die die Einbindung, Verwaltung und Pflege der Daten in dreidimensionaler Darstellung mit allen erforderlichen Umgebungsdaten ermöglicht. Die Schaffung dieser einheitlichen und allgemeingültigen Schnittstelle erfolgt parallel in einem gemeinsamen Miteinander und je nach Ergebnis des Anforderungskatalogs auch in der Nutzung bzw. Ergänzung von IFC (Industry Foundation Classes).

An der Gründungsveranstaltung nahmen u.a. Vertreter von bauBIT, Dicad, Halfen, IDAT, Pfeifer, SAA und Tekla sowie Prof. Dr.-Ing. Berthold Firmenich von der Bauhaus Universität Weimar und Dr. Thomas Liebich von der AEC3 Deutschland GmbH/Industry Foundation Classes (IFC) teil. Die Teilnehmer der Sitzung gehen davon aus, dass diese Schnittstellte in voraussichtlichen drei Jahren zur Verfügung stehen wird.