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Schritt für Schritt zum modernen Bürogebäude - ZEPPELIN RENTAL 15.06.2015

Individuelle Modulbauten vom Profi


Berlin (CL). – Wenn Besucher zum ersten Mal das brandneue Bürogebäude an der Plauener Straße 160 in Berlin betreten, bleiben in der Regel zunächst einmal die Münder offen stehen: Dieser moderne Komplex mit all seinen Annehmlichkeiten und der hochwertigen Ausstattung soll aus Containern gebaut sein? Aus ähnlichen Containern wie denen, die man häufig als Büros oder Schwarz-Weiß-Anlagen genutzt auf Baustellen findet? Die Antwort lautet: Genau so ist es. Denn professionell errichtet erfüllen Raumsysteme höchste Kundenanforderungen, können individuell gestaltet werden und stehen Festbauten in nichts nach. Wir haben uns am Beispiel des Berliner Bürokomplexes die Entstehung und Gestaltungsmöglichkeiten genauer angesehen.

Geplant und umgesetzt haben die Büroanlage mit 800 Quadratmetern Nutzfläche die Experten für Raum- und Sanitärsysteme von Zeppelin Rental in Berlin-Hohenschönhausen. In einem ersten Schritt wurden detailliert die Erwartungen ermittelt. So sollte der Containerkomplex zum Beispiel Platz für die Arbeitsplätze von 25 Angestellten bieten, Dusch- und Waschräume für 24 gewerbliche Mitarbeiter, Teeküchen sowie Sanitärbereiche. Weitere Anforderungen waren unter anderem der Bau nach aktuell gültiger Energieeinsparverordnung, eine Terrasse und der Anschluss von Wasser, Abwasser und Strom an das öffentliche Netz.

In der Planungsphase erstellte das Team von Zeppelin Rental unter Bauleiter Jörg Sichting zur Visualisierung Grundrisse, Lagepläne der Abstandsflächen und der Außenanlagen, Fundament-, Elektro- und Sanitärpläne und holte die nötige Baugenehmigung nach der Berliner Bauordnung ein. Zusätzlich wurden eine mikrobiologische Wasseruntersuchung sowie die Prüfung der Statik in Auftrag gegeben. Um die zügige und reibungslose Abwicklung des gesamten Genehmigungsverfahrens zu garantieren, holte Zeppelin Rental ein Architekten- und Planungsbüro mit ins Boot. „Denn natürlich greifen auch wir für spezielle Bereiche auf externe Unterstützung zurück“, erklärt Albrecht Münter, Produktbereichsleiter Raumsysteme.

Die Container selbst ließ Zeppelin Rental in Person von Andreas Grunwald – als Leiter der Raumsystemeproduktion mit diesem Thema bestens vertraut und für die Projektsteuerung verantwortlich – individuell nach den ermittelten Bedürfnissen herstellen. Benötigt wurden 18 Container mit einer Länge von je sechs, einer Breite von drei und einer Höhe von 2,95 Metern sowie 17 Container in den Abmessungen 9,5 mal drei mal 2,95 Meter. Dabei konnte Grunwald zu verwendende Materialien, Dach- und Bodenaufbau, Isolierung, Innenverkleidung und vieles mehr individuell wählen. Er gab Container mit einer verschweißten Stahlkonstruktion aus Hohl- und Walzprofilen als Grundrahmen, einer Dachhaut aus verzinktem Profilblech mit 50 mm Sickentiefe, einem Folien-Warmdach mit zentralen Wasserabläufen und beim Boden einen Aufbau aus Bodenquerträger mit eingelegtem Blindboden und zementgebundener Spanplatte in Auftrag. Außerdem bestellte er Fenster, Türen, Heizungen und vieles mehr entsprechend der Kundenanforderungen.

Bevor die Montage der Anlage mit Hilfe eines Autokrans starten konnte, sorgte ein beauftragtes Bauunternehmen entsprechend der Pläne von Zeppelin Rental für die Herstellung der nötigen Streifenfundamente. Im Anschluss begannen sechs Monteure über einen Zeitraum von drei Monaten mit der Errichtung des Bürogebäudes. Bauleiter Jörg Sichtung beaufsichtigte die Platzierung der Büro- und Treppenhauscontainer sowie der Stahl-Außentreppen, die Anbringung der Außenfassade aus Alu-Wellprofilen, die Wärmedämmung mittels Mineralwolle, die Herstellung der Innenverkleidung nach Brandschutzklasse F30 und vieles mehr.

So wurden die Wände in den Büroräumen mit Glasfasertapete versehen und weiß gestrichen. In den Sanitärräumen verlegten die Monteure anthrazitfarbene Fliesen; Böden und Gänge in den restlichen Räumen sind mit Nadelvlies-Teppichboden oder Kautschuk-Belag ausgestattet.

Für Sicherheit sorgen im Flur- und Treppenbereich die Rauchschutztüren mit automatischer Schließung im Alarmfall. Die Außentüren aus Verbund-Sicherheitsglas verfügen über Obentürschließer und Panikschloss. Den optimalen Lichteinfall garantieren Fenster mit beidseitiger VSG- und Wärmeschutzverglasung sowie Außenjalousien aus Aluminium. Die passende Temperatur in der Containeranlage lässt sich über Split-Klimageräte mit Wärmepumpenfunktion zum Kühlen und Heizen sowie Warmwasserheizkörper und -aufbereitung regeln. „Prinzipiell können unsere Modulbauten so gut wie alle Wünsche erfüllen“, erklärt der Leiter der Produktion Raumsysteme, Andreas Grunwald.

In der Anlage in der Plauener Straße organisierte Zeppelin Rental im Inneren die Montage eines Kabelbrüstungskanals inklusive Steckdosen, die passenden Büromöbel und Bildschirmarbeitsplatzbeleuchtung sowie die Installation von Brandmeldern und Bewegungsmeldern auf dem Gang. Auch die Anschlüsse an das öffentliche Strom- und Wasser- sowie Abwassernetz gehörten zum Leistungsspektrum.

Den Angestellten stehen in der Anlage aus vorgefertigten Raumzellen nun insgesamt 15 Büros in Größen von 16 bis 32 Quadratmeter zur Verfügung. Auch ein Konferenzraum mit Beamer und Leinwand ist vorhanden; eine doppelflügelige Aluminium-Glastür in der vollverglasten Front ermöglicht den Zugang zur Terrasse aus Bangkirai-Dielen. Gebaut nach der aktuellen Energieeinsparverordnung verfügt die neue Büroanlage zusätzlich über einen Energiepass als Nachweis.

„Die neue Büroanlage zeigt, dass Raumsysteme nicht nur für temporäre Bauten geeignet sind“, erläutert Produktbereichsleiter Albrecht Münter. „Auch dauerhaft stellen sie eine optimale Lösung dar. Dazu können Farben, Materialien und vieles mehr individuell ausgewählt werden. Egal welchen Bedarf unsere Kunden äußern, im Bereich Modulbau sind den Möglichkeiten kaum Grenzen gesetzt.“